
Warum Zwischenzeugnisse Karrieren sichern
1. Zwischenzeugnisse als strategisches Werkzeug
Viele beantragen ein Zwischenzeugnis erst dann, wenn sie das Unternehmen verlassen wollen. Das ist ein Fehler.
Ein Zwischenzeugnis ist besonders sinnvoll:
- bei Vorgesetztenwechsel,
- bei neuen Aufgaben oder Beförderungen,
- bei längerer Abwesenheit (z. B. Elternzeit, Sabbatical),
- oder als Teil der Personalentwicklung.
Ein gut formuliertes Zwischenzeugnis hält Leistungen fest, solange sie noch präsent sind und wird so zur verlässlichen Grundlage für spätere Bewertungen.
2. Warum Zwischenzeugnisse Vertrauen schaffen
Führungskräfte, die aktiv Zwischenzeugnisse anbieten, zeigen Wertschätzung und Transparenz. Sie signalisieren: Wir nehmen Leistung wahr. Gleichzeitig schafft das Dokument rechtliche und kommunikative Klarheit, vor allem, wenn Zuständigkeiten oder Managementstrukturen sich verändern.
Zwischenzeugnisse sind damit nicht nur Dokumentation, sondern auch Beziehungspflege.
3. Ein Zwischenzeugnis ist ein Karrierespiegel
Für Mitarbeitende ist es eine Chance zur Standortbestimmung. Oft erkennt man erst durch das Zeugnis, wie die eigene Arbeit wahrgenommen wird und wo Entwicklungspotenzial liegt.
Für Arbeitgeber ist es ein Instrument zur Qualitätssicherung: Wer regelmäßig Zwischenzeugnisse schreibt, fördert Feedbackkultur und verhindert Missverständnisse am Ende des Arbeitsverhältnisses.
Ein Zwischenzeugnis ist keine Formalität. Es markiert einen Moment der Klarheit, eine Zwischenbilanz, in der Leistungen, Verantwortung und Entwicklung sichtbar werden. Oft ist genau dieser Zeitpunkt der Beginn einer neuen Phase, sei es im Unternehmen oder auf dem persönlichen Karriereweg. Wer seine berufliche Geschichte ernst nimmt, sollte sie regelmäßig dokumentieren, nicht erst am Ende eines Arbeitsverhältnisses, sondern immer dann, wenn ein Abschnitt sich schließt und ein neuer beginnt.
